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Vorbericht TV Roßtal II

Wie man einen 5-Tore-Rückstand noch aufholen kann, haben die Gunzenhäuser im Hinspiel gegen die Landesligareserve des TV Roßtal vor heimischer Kulisse gezeigt. Im Dezember letzten Jahre lagen die Altmühlstädter nach einer teilweise katastrophalen ersten Halbzeit bereits mit 7:12 zurück, konnten eine mehrfache Überzahl in den Schlussminuten bis zum Pausenpfiff noch nutzen, um auf 13:15 zu verkürzen. Einem Weckruf gleich überflügelte man die Roßtaler nach dem Wiederanpfiff und ging sogar mit zwei Toren in Führung. Grund war eine konsequentere Deckungsarbeit und das Abstellen der katastrophalen Chancenauswertung. Garant für den 35:29 Enderfolg war auch ein variables Angriffsspiel, dass sich selbst auf eine Manndeckung gegen den kompletten Rückraum nicht ins Bockshorn jagen ließ. Selbst wenn man den Klassenerhalt in der BOL nun nicht mehr selbst in der Hand hat, möchten die Gunzenhäuser sich noch mit guten Leistungen in die Sommerpause verabschieden. Dazu gehört auch der letzte Auftritt auf fremdem Parkett.

 

HG Zirndorf

Gute Vorsätze, aber schlechten Tag erwischt. So in etwa lässt sich wohl die Leistung der ersten Männermannschaft der Gunzehäuser Handballer am vergangenen Samstagabend wohl am Besten beschreiben. Dabei hätten die Voraussetzungen nicht besser sein können. Die Hausherren empfingen nach zuletzt drei starken Partien die in der Rückrunde schwächelnde HG Zirndorf. Von einem Rückenwind aus den Spielen gegen Schwabach und Fürth war allerdings nicht viel zu sehen. Zirndorf übernahm von Beginn an das Zepter und führte bereits zur Halbzeit mit 14:9. Auch nach der Pause konnten die Gunzenhäuser keine Akzente setzen und verloren ihr vorletztes Heimspiel völlig verdient mit 20:31. Heute Abend um 17:30 Uhr kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden Schlusslichter, wenn die Altmühlstädter beim Tabellenletzten TV Roßtal antreten.

Vor dem Anpfiff war allen klar, will man den ESV Flügelrad „überflügeln“, müssen in den letzten drei Partien drei Siege her. Nur dann hätte man den Nichtabstieg aus eigener Kraft verhindern können. Auf dem Spielfeld war allerdings von dem Vorhaben bzw. einer Umsetzung der guten Vorsätze nicht viel zu sehen. Stattdessen dominierten die Gäste aus Zirndorf die Begegnung von Beginn an. Während der TVG den richtigen Spielfluss vermissen ließ und viel zu statisch vor dem gegnerischen Tor agierte, waren die Aktionen der Gäste druckvoller, zwingender und vor allem erfolgreicher. Denn auch in der Abwehr waren die Altmühlstädter zu statisch und verschoben viel zu langsam auf die Ballseite. Kein Wunder, dass die Zirndorfer nach dem 1:1 auf 5:1 davon zogen. In der Folgezeit kam man zwar noch einmal auf 4:6 heran, konnte die HG allerdings nicht weiter unter Druck setzen. Dazu mangelte es vor allem dem Rückraum an Durchschlagskraft. Anstatt den Gäste-Keeper mit variablen Würfen zu verunsichern bzw. das frei Eck „auszuschaun“, bevorzugten beide Gunzenhäuser Halben das „Kurze“ unten und fanden fast immer ihren Meister. Im Gegenzug kassierte man auch aufgrund einer schlechten Rückwärtsbewegung das schnelle Gegentor. Ein daraus resultierenden 6-Tore-Rückstand konnte man mit der Kombination aus Abschluss- und Abwehrschwäche bis zur Pause nicht mehr entscheidend verkürzen.

„9:14 – Fünf Tore sind doch nichts im Handball!“ „Wir haben auch schon zehn in Wendelstein aufgeholt!“ So oder so ähnlich waren verschiedenste Stimmen in der Gunzenhäuser Kabine während der Halbzeitpause zu hören. Betrachtet man den Verlauf der zweiten Spielhälfte, waren es nur hohle Worte. Zwar blieb man, wie es in manchen Zeugnissen steht, stets bemüht, wirklich verwertbares kam jedoch nur selten dabei heraus. Nämlich immer dann, wenn die Würfe auf das Zirndorfer Tor aus der Bewegung heraus kamen. Machte man bei TVG Druck auf die Nahtstellen oder wurden Wechsel und Kreuzbewegungen auf die Halbpositionen angesetzt, war fast immer mit Einschlägen in der HG-Bude zu rechnen. Nur dummerweise passierte dies viel zu selten. Auf der anderen Seite hatten die Altmühlstädter nur allzu oft das nachsehen. Vor allem der starke HG-Linksaußen Dominik Schmidt machte mit seinen variablen Würfen vor, wie man den gegnerischen Keeper erfolgreich überwindet. Immer wieder wurde er über einfaches Abräumen oder einen überraschenden Querpass von der halblinken Seite in Szene gesetzt. Bei dem mittlerweile auf 13:23 angewachsenen Zwischenstand nach gut einer Dreiviertelstunde war dann auch dem Letzten klar, dass an diesem Tag nicht viel für die Gunzenhäuser drin war. Jetzt, wo das Spiel schon gelaufen war, kam zumindest mehr Bewegung ins TV-Angriffsspiel. Für Ergebniskorrektur reichte die Abwehrleistung allerdings nicht mehr, so dass die Altmühlstädter letztlich mit 20:31 verloren und jetzt auf die Auf- und Abstiegsregelung im Rahmen der Einführung einer eingleisigen Bezirksliga hoffen müssen.

Beck, Scheuerlein – Franz(3), Schulten(1), A.Butz(1), Lüther(3), F.Hanselmann(1), Rudolph(1), Reißig(2), L.Hanselmann(1), M.Butz(1),

 

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